Die Welt geht pleite! (Teil 1)

Die wahnwitzige Idee vom grenzenlosen Wachstum zeigt ihre Wirkung.

Vor einigen Jahren schon fragte ich mich, was das eigentlich bedeutet, wenn unser Wirtschafts- und Finanzsystem von Quartal zu Quartal wachsen möchte? Wo endet es, wenn der freie Wettbewerb dazu führt, dass sich wenige Konzerne die Märkte teilen? Wo bleibt eigentlich das viele Geld, das erwirtschaftet wird? Warum kommt davon nichts „unten“ an? Die Idee des unbegrenzten Wachstums erschien mir schnell als absurd und führte mich zu der Schlussfolge, dass dieses System zusammenbrechen wird. Und während wir wie betäubt links und rechts nach „blühende Landschaften“ suchen, steuern unsere Volksvertreter das Land mit Vollgas in den Abgrund.

Man muss sich unweigerlich fragen, ob wir nicht tatsächlich auf Droge sind. Wie kann es sein, dass wir als Steuerzahler zuließen, dass wir die Investitionen von Ackermann und Konsorten retteten? Wir sprechen hier von 100 Milliarden Euro, die die Bankiers herausgepresst haben. Ach ja, da kamen ja sofort die ach so schlauen Wirtschaftsexperten, die vor einem Totalzusammenbruch warnten, wenn wir da jetzt nicht mal ein Auge zudrücken würden. „Alternativlos!“ nannte Frau Merkel diesen Schritt! Wer es zulässt, sich von der Privatwirtschaft erpressbar zu machen, müsste eigentlich kleinlaut zurücktreten. Da war der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank und damaliger Bundespräsident – also Staatsoberhaupt – Horst Köhler konsequenter. Er wußte sicher genau was folgen wird.

Belohnte Betrüger und die Magie des Geldes.

Das Bündeln von massenhaft wertlosen Hypothekenkrediten zu Papieren mit renditeversprechenden Namen, um diese dann an andere Banken und eigene Kunden zu verkaufen ist vorsätzlicher Betrug. Punkt! Ackermann und Co hätten dafür angeklagt und bestraft werden müssen. Aber da die Staatsanwaltschaft weisungsbefugt ist, kann diese nicht so handeln wie sie möchte. Stattdessen rief Frau Merkel die relevanten Pressevertreter zu sich und machte den Volksorganen deutlich, dass diese Finanzkrise mit ihren Auswirkungen bitte kleinzuschreiben sei, da es sonst zu einer Panik kommen könnte. Ja, was wäre denn passiert? Stimmt! Der totale Zusammenbruch! Denn was würde passieren, wenn die Bürger ihre Guthaben und Sparbücher zu Barem machen wollen? Sie würden feststellen, dass ihr Geld in Bar gar nicht verfügbar ist! Sie würden herausbekommen, dass eine Bank nur wenige Prozente Eigenkapital vorweisen muss und den Rest wieder verleiht bzw. investiert, verwettet. Sprich: Durch die Vergabe von Krediten und den daraus entstehenden Zinsen entsteht Geld aus dem Nichts. Wenn eine Bank also einen Kredit von 20.000 Euro vergibt, muss sie selbst höchstens 2.000 Euro als Einlage besitzen. Praktisch, oder? Ganz unpraktisch wäre es dann natürlich, wenn plötzlich jeder nicht nur den nominellen Betrag auf seinen Bankauszug sehen möchte, sondern die Scheine in seiner Hand. Das aber konnte ja nun verhindert werden.

Den Hals nicht vollbekommen

Statt den Bankstern in einem internationalem Abkommen zukünftig genauer auf die Hände zu gucken und ihre Wettgeschäfte zu verbieten, zumindest einzuschränken, wurden auf Kosten des Steuerzahlers die Schrottpapiere abgekauft und in eine staatliche „Bad Bank“ transferiert. Und was muss ich nun in der TAZ lesen? Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, will eine Eigenkapitalrendite von 20 bis 25 Prozent erzielen? Wie denn bitte? WIE???

Ach ja! Ist ja kein Problem! Man muss eben nur richtig wetten können. Ach, und wenn es daneben geht … Mutti Merkel wird es dem Steuerzahler schon mit ordentlich viel Pudding verkaufen. Aber darin ist sie auch richtig gut! „Wir müssen den Euro retten!“ Wieso eigentlich? Geht es nicht viemehr darum, dass irgendwelche nichtgewählten Komissare in Brüssel immer mehr die Souverinität der Europäischen Staaten untergraben? Der Vetrag von Lissabon ist ein Skandal, still und heimlich unterzeichnet im WM-Jubel über unsere Kickermillionäre. Aber weil die Globalisten, deren Konzerne und Banken noch nie in Landesgrenzen gedacht haben, ist eine Aushöhlung und Auflösung der souveränen Staaten eine unvermeintliche Folge und logische Zieletzung. Aber bevor ein neues „rettendes“ System vollzogen ist, werden wir noch kräftig weiter geschröpft. Nur woher kommen eigentlich die Mittel, die dieses weltweite Unterfangen finanzieren?

Woher kommt das Geld? Kriege führen trotz Schulden?

Bei wem haben wir eigentlich unsere über zwei Billionen Euro Schulden? Wieso ist es den Amerikanern und den Europäern überhaupt möglich, immer neue milliardenteure militärische Raubzüge zu finanzieren, wenn die Staatsverschuldungen so hoch sind? Von wem kommt das ganze Geld? Achtung! Anschnallen! Denn das ist jetzt kein Witz! Die Antwort ist: Von den Banken! Und was tun Banken außer zu wetten? Finanzieren und INVESTIEREN! In Ressourcen wie Öl, Gas und immer wichtiger werdend auch in Agrarland! Und um nichts anderes geht es in den „Befreiungskriegen“. Wie war das nochmal mit den Massenvernichtungswaffen im Irak? Osama Bin Laden in Afghanistan? Und nun also Gaddafi! Der hatte blöder Weise keine Lust, sich mit Krediten von internationalen Großbanken abhängig zu machen. Da ein solcher Alleingang nicht gern gesehen wird, muss man sich die Geschäftsfelder eben anders sichern. Immer das gleiche Spiel! Nochmal zurück zu den Banken. Woher haben die nun wiederum das Geld, um diese Raubzüge zu finanzieren? Antwort: Sie drucken es einfach. Und wir reden hier nicht von Staatsbanken, sondern von privat geführten Geldhäusern. Das dürfen die nicht? Doch! In den USA war es US-Präsident Wilson, der 1913 nachgab und der privat geführten Federal Reserve die Macht gab, das Geld zu drucken. Seitdem hat sich das Machtgefüge in den Staaten komplett verändert. Aus einem freien, liberalen Amerika wurde ein Staat, der sich immer mehr und mehr in die Abhängigkeit der militärisch-industriellen Interessen begab, begeben musste. Das sieht in Europa nicht anders aus. Die Deutsche Bundesbank und auch die Europäische Zentralbank sind nicht weisungsgebunden, auch wenn es ihre Bezichnungen uns so vermitteln möchten. Schon seit dem frühen 19. Jahrhundert wurde das Finanzwesen in den europäischen Ländern nach und nach privatisiert. Wer jetzt selbst nicht denken möchte, aber trotzdem wissen will, wie dramatisch diese Tatsache ist, dem sei hier Präsident Woodrow Wilson zitiert, der 1919 bedauernd feststellte

„Ich bin ein höchst unglücklicher Mann. Ich habe unbeabsichtigter Weise mein Land ruiniert. Eine große Industrienation wird nun von ihrem Kreditsystem beherrscht. Unsere Regierung basiert nicht länger auf der freien Meinung, noch auf der Überzeugung und des Mehrheitsbeschlusses, es ist nun eine Regierung, welche der Überzeugung und dem Zwang einer kleinen Gruppe marktbeherrschender Männer unterworfen ist.“

(Teil 2 folgt in Kürze)

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2 Antworten zu Die Welt geht pleite! (Teil 1)

  1. MotzKlotz schreibt:

    Bin hier zufällig drauf gestoßen. Da surft man hier so durch das weite Web und erwischt sich, dass man hier am Rechner klebt und in einem Artikel vertieft ist.
    Das sind natürlich Informationen die man gerne ließt und erhascht. Der Hinterkopf
    sagt Dir die ganze Zeit immer leise so ein “ hab ich mir doch auch schon gedacht, doch dass das es wirklich so ist…….“. Irgendwie mag man es auch glauben und denkt sich seinen Teil, aber man will es wohl nicht sehen – Da geht es uns wohl noch zu gut oder da sind wir alle noch zu dumm – da haben wir also alle selber Schuld.

    Es ist immer schon ein guter Anfang und wichtig Informiert zu sein. Fragt sich nur, ob man was daraus macht. Ich warte erstmal auf Teil 2 : )

    Liebe Grüße

  2. Pingback: Die Welt geht pleite (Teil 3) | Denkland

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