Die USA und die Schuldenprobleme – Lösung unerwünscht!

Die USA kann uns nicht in eine weltweite Wirtschaftskrise stürzen. Denn wir sind schon mitten drin. Die weltweiten Schulden wachsen wie ein Ballon. Dass dieser platzen wird, liegt in der Logik unseres Finanzsystems – bis dahin gilt: Zinsen zahlen bis zum geht nicht mehr.

Es ist schon erstaunlich, wie in den Massenmedien immer wieder von dem Hauptproblem des Währungssystems abgelenkt wird. So fragt SPIEGEL-ONLINE heute in einer Schlagzeile:

„Weltwirtschaft droht Absturz durch US-Schuldenstreit“

BILD-Online hat sogar die Weltwirtschaftsbedrohung in Person ausgemacht:

„Das ist der Mann der Obama ärgert … und er kann die ganze Welt ins Chaos stürzen“

Damit ist der Republikaner Grover Norquist gemeint, der sich gegen eine Anhebung der Schuldengrenze für die USA wehrt und auf einem abgebildeten Foto den Leser hämisch anzugrinsen scheint. Wenn sich die Streithähne Obama und Norquist nicht bis zum 2. August auf einen Kompromiss einigen sind die USA zahlungsunfähig. Keine Gehälter für Beamte, keine Rentenauszahlungen, keine Sozialausgaben, den Zinsverpflichtungen aus den Schulden kann auch nicht mehr nachgegangen werden und die vielen US-Soldaten weltweit schießen dann nur noch für Land und Ehre. Und die Massenmedien sind sich einig: In der Weltwirtschaft wird es zu schweren Einbrüchen kommen. Und Schuld wären dann die USA. Wenn aber ein Kompromiss gefunden würde, wäre nicht nur die USA, sondern auch damit die Weltwirtschaft gerettet. Das gleiche wurde uns auch mit der Griechenland-Hilfe verkauft. Würde Griechenland von den anderen EURO-Ländern nicht gerettet werden, hätte es ungeahnte Folgen für unsere Wirtschaft. Diese immer und immer wieder postulierte Herleitung ist falsch, falsch. FALSCH!

Wir denken jetzt einfach mal nach. Was passiert, wenn die USA die in ihrer Verfassung verankerte Schuldengrenze anhebt und damit wiederholt gegen ihre eigene Verfassung verstößt? Dann leihen sie sich neues Geld! Milliarden! Von wem? Von den Großbanken. Aber auch China könnte ihren Anteil an amerikanischen Staatsanleihen noch einmal erhöhen. Als Hauptgläubiger der USA hält China bereits schon jetzt knapp 1,2 BILLIONEN Dollar. Nun gut, Schulden sind Schulden. Und wo leihen sich die EURO-Länder das Geld, um Griechenlands Schulden, also Zinsen bei den Banken zu bedienen? Genau! Bei den Banken. Und warum dies alles? Weil damit ein Schweinegeld zu verdienen ist. Nicht für den normalsterblichen Amerikaner, Europäer oder Chinesen. Der Normalbürger ist dabei doppelt Opfer. Zum einen erlebt er das gleiche Spiel im Kleinen. „Lieber Kunde, baue dir ein Haus, wir helfen dir! Kein Geld? Wir leihen es dir! Und erst zahlst du uns die Zinsen und obendrauf bekommen wir später dein Haus!“ Zum anderen haftet er mit seinen Steuern und seinem Vermögen auch für die Schulden seines Staates.

Weil an Schulden so gut zu verdienen ist, überrascht folgende Meldung auf ntv.de vom 18. Juli nicht sonderlich:

„Im Streit um die gesetzlich verankerte Schuldengrenze im US-Haushalt meldet sich die Ratingagentur Moody’s mit einem radikalen Vorschlag zu Wort: Die Vereinigten Staaten sollten die lästige Beschränkung – so der verblüffende Ratschlag der Analysten – ganz einfach für immer abschaffen.“

Die Finanzoligarchie hat die Wirtschaft und die Staatsausgaben der Länder fest im Griff. Man darf sich ruhig mal die Mühe machen, wie steil die Verschuldung der USA anstieg, seit dem Präsident Wilson 1913 das „Gelddrucken“ privatisierte und das Geldmonopol an die Federal Reserve abgab. Was der damalige Präsident Wilson damit anrichtete, beschrieb er später wie folgt:

„(Unsere) großartige Industrienation wird jetzt von ihrem Kreditsystem kontrolliert. Unser Kreditsystem ist privat konzentriert. Deshalb liegen das Wachstum der Nation und all unsere Aktivitäten in den Händen weniger Männer, … die zwangsläufig durch ihre eigenen Beschränkungen wahre ökonomische Freiheit einschränken, kontrollieren und zerstören. Wir werden so eines der am schlechtesten regierten, meist kontrollierten und beherrschtesten Länder der zivilisierten Welt. Wir haben keine Regierung der freien Meinung mehr, keine Regierung der Überzeugungen und der Mehrheitsentscheide mehr, sondern vielmehr eine Regierung der Ansichten und Nötigungen einerkleinen Gruppe dominanter Männer”.

Und man darf ruhig mal dazu im Zusammenhang stellen, wofür seit 1913 am meisten Geld ausgegeben wurde. Natürlich für den militärisch-industriellen Komplex. 1. und 2. Weltkrieg, Vietnamkrieg und natürlich Unsummen für den kalten Krieg. Nach der Versöhnung zwischen Ost und West gab es aber keinen Grund mehr, Geld für Rüstung, Sicherheit und Krieg auszugeben. Die Welt hätte so schon werden, die Schulden langsam abgebaut werden können. Stattdessen kam der 11. September 2001. Was danach mit US-Staatsverschuldung geschah? Dazu ein Auszug aus dem oben erwähnten Artikel auf SPIEGEL-Online:

„In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Verbindlichkeiten des Staats verdreifacht – nicht zuletzt aufgrund der Kriege im Irak und in Afghanistan. Lagen die öffentlichen Schulden im Jahr 2000 noch bei fünf Billionen Dollar, werden sie bis Ende des Jahres bereits die Marke von 15 Billionen Dollar erreicht haben.“

Wofür soviel Geld? Der Afghanistankrieg, weil sich Osam Bin Laden dort in einer Höhle versteckte, obgleich er vom FBI nie der 9/11-Anschläge beschuldigt wurde, sondern wegen Anschläge früheren Datums.  Dann der ewig andauernde Irakkrieg, weil Sadam Hussein angeblich Massenvernichtungswaffen baute. Der Krieg in Libyen, weil angeblich die Zivilbevölkerung geschützt werden müsse. Das alles war und ist gelogen. Dafür mussten und müssen Schulden gemacht und Zinsen in Milliardenhöhe gezahlt werden. Für die Gläubiger war und ist das ein gutes Geschäft!

 

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