9/11: Der tiefe Fall der Massenmedien!

© Björn Kügler

Zehn Jahre nach dem 11. September 2001 zieren sich die Massenmedien immer noch, ihrer jounalistischen Arbeit nachzukommen und die folgenreichste Tragödie des Jahrtausends kritisch zu hinterfragen. Nur vereinzelt stellten sich Journalisten dieser Herausforderung und setzten dabei ihre berufliche Existenz aufs Spiel.

Es ist schon ein Phänomen, wie sehr sich die Verschwörungstheorie von Osama Bin Laden und seiner Teppichmesserbande in den Köpfen der Journalisten festgesetzt zu haben scheint. Eine Verschwörungstheorie ist die unbewiesene These von einer heimlichen Verabredung zwischen zwei oder mehr Personen, um andere Personen oder einer Gesellschaft zu schaden. Warum handelt es sich also in der offiziellen Darstellung um eine Verschwörungstheorie? Weil die zu 9/11 eingesetzte Untersuchungskommission mehr Fragen hinterlassen als Antworten gefunden hat. Weil Osama Bin Laden auf der Fahndungsliste vom FBI nicht wegen der Anschläge vom 11. September gesucht wurde, sondern wegen der Anschläge auf US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998. Für den 9/11-Anschlag konnte er jedoch nicht verantwortlich gemacht werden, da die Beweise fehlten. Die Theorie, dass Osama Bin Laden trotzdem für die Anschläge am 11. September verantwortlich ist, stützt sich hauptsächlich auf Geständnisse von Chalid Scheich Mohammed, die aber nur durch massive Folter erwirkt wurden. 183 mal Waterboarding machen solche Geständnisse nicht glaubwürdig. Auf viele weitere Ungereimtheiten möchte ich hier nicht eingehen, da es in diesem Artikel nicht darum geht, meine eigene Theorie zu verbreiten, sondern darum, dass seit 10 Jahren die Leitmedien und ihre Anhängsel nicht müde wurden, unkritisch zu wiederholen, was der 9/11 Commission Report als Untersuchungsergebnis vorlegte. Ein Ergebnis, in dem noch nicht einmal der Einsturz von Gebäude WTC  7 erwähnt wurde. Ein Report voller Lücken, die jeden Journalisten an seiner Ehre packen müsste. Aber: nichts! Fragezeichen sind hier nicht zugelassen. Massenmedien im freien Fall!

Dabei ließen die ersten zynischen Lügen nicht lange auf sich warten, und das bekamen ausgerechnet die zu spüren, die als Helden von 9/11 geehrt worden sind: Die New Yorker Feuerwehrleute und Ersthelfer. Die Behörde EPA gab am 12. September 2001 die Meldung heraus, dass untersuchte Proben ergaben, dass die Luft in New York unbedenklich sei. Doch immerhin lasen wir am 03.01.2011, fast zehn Jahre später, in Welt Online:

„Beim Einsturz des World Trade Centers in New York waren rund 70.000 Menschen giftigem Staub ausgesetzt. Viele Menschen, die damals an den Zwillingstürmen im Einsatz waren und den dortigen Anschlag überlebten, erkrankten oder starben später etwa an Krebs. Viele der Einsatzkräfte in den Trümmern kämpfen bis heute mit Atemproblemen, Lungenerkrankungen und psychologischen Störungen. Bei den Terroranschlägen vom 11. September waren rund 3000 Menschen getötet worden.“

Giftiger Staub? Und weiter? Nichts! Es ist grotesk, stattdessen zu sehen oder zu lesen, wie in den Massenmedien andere „Verschwörungstheorien“ auseinandergenommen, dabei wichtige Fakten verschwiegen und die bizarrsten Annahmen in den Vordergrund geschoben werden. So schrieb kürzlich sueddeutsche.de in ihrem Artikel „Wahn und Wahrheit“:

„Oder Richard Gage: Er ist die führende Stimme der Gruppe „Architekten und Ingenieure für die 9/11-Wahrheit“. In 600 Bilder langen Diavorträgen legt er minutiös dar, dass die Twin Towers sowie das Stunden später eingestürzte Gebäude Nr. 7 des World Trade Centers nur durch eine Serie vorab installierter Bomben zerstört worden sein können.“

Aber anstatt nun Indizien oder gar Beweise aufzuzeigen, die diese Annahme in Zweifel stellen, wurde einfach unsachgemäß umgeschaltet und die Keule rausgeholt. Denn weiter hieß es:

„Der kanadische Journalist Jonathan Kay hat zwei Jahre lang im Milieu der Wahrheitsbewegung recherchiert. Sein jüngstes Buch „Among The Truthers“ („Unter Truthern“) beschreibt eine diffuse, von niemandem gesteuerte Subkultur, die in kleinen Gruppen von Gleichgesinnten agiert – und die sich in der Weite des World Wide Web in Zirkelschlüssen wechselseitig bestätigt. „Wie Echokammern für Paranoide“ wirke das Internet, schreibt Kay, weil die Truther vorwiegend Internetseiten läsen, die ihre vorgefassten Meinungen untermauerten.“

Das ist ungefähr genauso plump, als wenn ich behauptete, dass Journalisten nur deshalb nicht die Wahrheit schrieben, weil sie sonst ihren Job verlieren würden. Übrigens: Die Organisation „Architects & Engineers for 9/11 Truth“ (AE911Truth), umfasst über 1.500 Architekten und Ingenieure – alles Spinner?

In diesem medialen Ground Zero kam es jedoch vereinzelt vor, dass kritische Laute zu hören waren. So lief im Jahr 2003 im WDR der Film „Aktenzeichen 9/11, ungelöst!“ von Gerhard Wisnefski. Doch anstelle einer kritischen und offenen Debatte erntete der Grimmepreisträger Spott und Häme vom SPIEGEL. Das Nachrichtenmagazin beschuldigte den Journalisten, die Aussagen des Interviewpartners Ernie Stull manipuliert zu haben. Daraufhin wurde ihm und seinem Co-Autor vom WDR gekündigt. Wisnefski bezichtete den SPIEGEL daraufhin des Rufmordes. Ein weiteres Beispiel finden wir im Journalisten Oliver Janich. Nach seinem Artikel in Focus Money im Sommer 2010, in dem er über die Widersprüche der offizellen 9/11-Version schrieb, schaltete sich wieder DER SPIEGEL ein und schrieb ihm „dubiose Propaganda“ zu. Und so verlor ein weiterer Journalist seine Auftraggeber und es war erstmal still im Blätterwald. Beide sind nach wie vor tätig, aber nun in der Schublade der Verschwörungstheoretiker und im Mainstream unerwünscht. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass an oben genannten Veröffentlichungen zahlreiche Redakteure beteiligt sind, die in vielen Meetings die Projekte kritisch beleuchten. Alles Verschwörungsspinner?

Die zahlreichen Ungereimtheiten zu 9/11 sind jedoch schwer zu ignorieren. Abseits des Mainstreams finden sich im Internet tausende Filme, die einen ganz anderen Tathergang „beweisen“. So gehört z. B. die Low-Budget-Dokumentation „Loose Change. Final Cut“ mit Millionen von Zuschauern zu den erfolgreichsten Filmen im überhaupt. Kein Wunder, dass 9/11 in der Webgemeinde ganz anders diskutiert wird. Um die Glaubwürdigkeit bei ihren Zuschauern nicht zu verlieren, müssen die Mainstream-Medien dem Rechnung tragen. Nach zehn Jahren wird es höchste Zeit! Man darf hoffen: Das populärwissenschaftliche Magazin „Welt der Wunder“ veröffentlichte jüngst „11 Wahrheiten zum 11. September“. Und in der ARD-Sendung „ttt – Titel, Thesen, Tempramente“ wurde am 10.07.2011 Matthias Bröckers mit seinem neu erschienenen Buch „9/11 – zehn Jahre danach: Der Einsturz eines Lügengebäudes!“ vorgestellt. In beiden Beiträgen werden einige der zahlreichen Ungereimtheiten genannt, ohne diese als „Verschwörungstheorie“ zu verunglimpfen.

Die Zeit ist reif dafür, dass sich die Massenmedien zum zehnten Jahrestag erlauben, 9/11 mutiger zu hinterfragen. Der öffentliche Druck muss größer werden, damit die Tragödie vom 11. September neu untersucht wird. Denn 9/11 und die Folgen gehen uns alle an!

Noch etwas zu Osama Bin Laden. Der versprochene genetische Beweis, dass es sich bei dem in Pakistan erschossenen Mann, um den Al-Quaida-Chef handelte, fehlt bis heute. Mit Bin Laden voll verladen?

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2 Antworten zu 9/11: Der tiefe Fall der Massenmedien!

  1. Rolf schreibt:

    „Warum handelt es sich also in der offiziellen Darstellung um eine Verschwörungstheorie? “

    Wenn sich 19 Araber unter der Führung einiger Islamisten (obl etc) verabreden um Anschläge auszuführen, dann ist das eine Verschwörung.

    Hat man für diese Verschwörung keine Beweise, so ist das eine Verschwörungstheorie.
    Man hat Osama bin Laden nicht wegen 9/11 angeklagt noch gesucht „FBI most wanted“, also ist es eine Theorie.

    Eine tödliche… für Zigtausende Opfer der Kriege nach 9/11, darunter sicher auch viele US-Soldaten.

    • Björn Kügler schreibt:

      Genau so ist es. Und nachdem der Araber Bin Laden nun von der Bildfläche geholt wurde, dürfen sich jetzt alle als potentielle Terroristen fühlen und müssen entsprechend überwacht werden. Also schön in der Norm bleiben und bloß nicht auffallen.

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