EU: Der Turmbau zu Babel reloaded

Liest man sich die Geschichte vom Turmbau zu Babel durch, werden Parallelen zum Projekt „Vereinigte Staaten von Europa“ offensichtlich. Und wie in der biblischen Geschichte wird auch dieses Projekt grandios scheitern.

Im alten Testament bauten die Babylonier einen Turm, der bis zu Gott reichen sollte. Doch der zerstörte das ambitionierte Werk, verteilte das Volk wegen seines Übermuts über die gesamte Erde und verwirrte ihre Sprache, so dass sie sich nicht mehr verständigen konnten.  Seit dieser Geschichte sind mehree Tausend Jahre vergangen. Doch scheint es so, als ob die Menschen nichts besseres zu tun haben, als sich zu wiederholen.

In der Europäischen Union können sich alle Bürger auf Englisch verständigen, wir zahlen in den Euro-Ländern mit der selben Währung, wollen den gleichen Apfel und sehen den selben Film. Und der ist ein Schlechter! Der Schuldenturm wächst fast in den Himmel. Die Miiliardengewinne einiger weniger Zyniker jedoch auch. Das Ziel sind die „Vereinigten Staaten von Europa“. Das dafür kühl von oben konstruierte Gerüst  ist aber so wackelig, dass es mit dem ersten großen Sturm, der Puste Gottes, zusammenbrechen wird. Die große Errungenschaft Euro ist instabil wie nie zuvor. Hunderttaudende Menschen gehen in Südeuropa auf die Straße, um für soziale Gerechtigkeit, gegen das System der Finanzgiganten und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit zu demonstrieren. Die Folge sind gewählte Politiker, die ihre nationalen Interessen stärker durchsetzen wollen, wie z.B. der französische Ministerpräsident Hollande. Und die Griechen werden sich wohl als Erste konsequent vom Euro-Diktat lösen und sich daran erinnern, dass nicht nur die Demokratie, sondern auch Europa in Griechenland geboren wurde. Die europäischen Bürger wollen dieses Konstrukt nicht. Das liegt nicht nur daran, dass sie bisher keine klaren Vorteile sehen, sondern auch am Bewusstsein der europäischen Bevölkerungen, die sich auch ohne zentral verordneter Doktrin europäisch verbunden fühlen, trotz oder vielleicht sogar wegen der verschiedenen Eigenheiten der Staaten auf dem selben Kontinent.

Die Vision von einem gemeinsamen Europa, das einfach nur die Plünderung der Bürger vereinfachen soll, zerfällt in ihre eigentlichen Zellen. Die über Politikergenerationen von Konzern- und Finanzolligarchen eingehämmerte Idee zerfällt in die Teilchen, die sich für ihre antidemokratischen Pläne eh lieber im Dunkeln treffen. Da gehören sie auch hin. Denn in einer freiheitlichen, leuchtenden Demokratie hat ein Satz wie „Wenn es ernst wird, muss man lü­gen.“ vom Eurokraten Jean-Claude Juncker einfach nichts zu suchen.

Trotzdem: Der Fiskalpakt und auch der ESM stehen zur Abstimmung an. Es gilt, deren antidemokratische Inhalte zu verstehen und dagegen zu votieren. Bitte dringend lesen: ESM: Wollt Ihr die totale Schuld?

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4 Antworten zu EU: Der Turmbau zu Babel reloaded

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  2. rundertischdgf schreibt:

    Zufällig gefunden (Twitterhinweis). Wir finden diesen Beitrag sehr gelungen.

    Die FW wehren sich gegen den ESM, aber wollen die Vereinigten Staaten von Europa. Wie soll das zusammengehen.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/06/06/wollen-freie-wahler-die-vereinigten-staaten-europa/

  3. dieandereperspektive schreibt:

    Er wird parlamentarisch durchgewunken, die Grünen haben bereits „grünes“ Licht gegeben.(Für nen Appel und ein Ei)

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