45-Fieber: Die Welt verrückt

Ich liege auf einer kleinen Eisscholle, mitten im Meer, will nichts anderes als an einer Insel stranden. Wenigstens eine Insel. Ich friere, bin nackt und kann mich nur treiben lassen, von der Natur, vom Schicksal … ich friere. Ich kann nicht aufstehen. Zu sehen, wo es mich hintreibt … ich würde schockgefrieren. Liegen bleiben. Liegen bleiben. Nein! Ich stehe doch auf. Und ich erfriere nicht.  Land ist zu sehen. Ein weiter Strand, Gebirge im Hintergrund, die Sonne scheint. Hoffnung, Freude, angekommen. Man gibt mir Klamotten, man gibt mir was zu Essen. Freundliche Gesichter. Ich bekomme eine Hütte. Nachts darf ich nicht raus. Ist hier so. Ich bekomme eine Arbeit. Fragen sind nicht erlaubt. Ist hier so. Ich bekomme Bilder gereicht, markiert mit Himmels- und Höllensymbolen. Ich brauche ein Pause. Ich friere. Brauche eine Decke. Da ist keine. Ich gehe zum Strand, suche mir ein Boot, fahre raus auf das Meer. Es stürmt. Es wird Nacht. Ich falle. Tauche unter, kämpfe mich zur Oberfläche, suche nach Halt. Da. Ja, das könnte mich tragen. Eine kleine Eisscholle.

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