Zeitenwende: Ein schwerer Sturm zieht auf!

Überall in der „freien“ Welt wird das jeweilige System in Frage gestellt, wird gegen Korruption, Ungerechtigkeit und Ausbeutung demonstriert. Diese Proteste hören nicht auf, sie gehen weiter und werden massiver. Es wird lauter auf der Welt. Ein schwerer Sturm zieht auf. Und dann?

Die Ereignisse überschlagen sich. Der arabische Frühling im Frühjahr 2011, Massenproteste in Spanien im Mai 2011, Massenproteste in den USA, Chile und in Israel im darauffolgenden Sommer, Massenproteste über den gesamten Globus im Oktober, Großkundgebungen in Italien,  Massenproteste und Streiks in Griechenland bis in den Jahreswechseln hinein. Jedoch geändert hat das nichts.

Im Gegenteil: Trotz vieler Versprechen hat sich in Israel nichts getan, so dass es am Wochenende erneut Demonstrationen gab, bei denen sich ein Bürger aus seiner Not heraus, gezwungen sah, sich öffentlich zu verbrennen, um damit auf die soziale Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. In Spanien wurden die Sparmaßnahmen ausgeweitet, so dass sich den streikenden Minenarbeitern, die letzte Woche in einen Protestmarsch in Madrid einzogen, tausende Symphatisanten anschlossen, nachdem es in den Monaten davor immer wieder zu landesweiten Massenprotesten kam.

Die Demokratie im Westen wurde in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einem Selbstbedienungsladen der Lobbyisten. Unter dem Deckmantel der demokratitischen Freiheit wurden Politiker in Hinterzimmern und in „friedensorientierten“, „freiheitssichernden“ oder auch „wirtschaftsoffenen“ Interessengruppen eingeschworen. Das System der versteckten Korruption ist in den westlichen Ländern so perfektioniert worden, so dass inzwischen ungefragt Gesetze erlassen werden, die Banken oder Konzerne formulieren. Dass dieser Selbstbedienungsladen zu Lasten der Bürger, zuerst der sozial schwächeren Bürger geht, ist eine Erkenntnis, zu der man auch ohne viel Logik kommt. Und dass weltweit die rezessiven Massnahmen gegen die Empörten eher zunehmen, als dass man ihnen entgegenkommt, ist ein Warnsignal.

Denn früher oder später wird jeder Bürger sehen, welches Bewusstsein tatsächlich hinter dem politischem Handeln steckt. Die Masken fallen, denn der Protest hört nicht auf, sondern nimmt mehr und mehr und weltweit zu. Wie dem begegnen? Wenn es zu keiner poilitischen Kehrtwende kommt, die bedeuten würde, sich von dem Dikatat der Finanzhaie zu befreien, sich aus der Abhängigkeit zu lösen, wird der Sturm der Entrüstung immer größer und wohl auch gewalttätiger werden – bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, wie wir sier fast in Griechenland jüngst hatten. Oder die Maske fällt anders. Demokratie weg, Klappe zu! Dieser Weg wird gerade eingeschlagen, die Verfassungen der einzelnen Staaten sollen geändert oder gestrürzt werden, auch unsere, um den Weg für ein vereintes Europa frei zu machen. Denn danach rufen „die Märkte“, sie bekämen damit mehr Sicherheit, also für „die Märkte“, nicht für Sie oder für mich oder den Griechen. Also, was tun? Zuhören, den Mund aufmachen, widersprechen, korrigiern, sich auch mal korrigieren lassen, diskutieren, auf die Straße gehen, sich zeigen. Noch können wir das! Noch können wir diese Zeitenwende beeinflussen.

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6 Antworten zu Zeitenwende: Ein schwerer Sturm zieht auf!

  1. landbewohner schreibt:

    ja noch – nur der protest ist bislang noch ziemlich verhalten und ich sehe da in naher zukunft auch keinerlei veränderung. der zug in die diktatur scheint abgefahren.

    • optimistischer Realist schreibt:

      Nein, das sehe ich anders. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es wird noch dieses Jahr böse Krachen, in welcher Form auch immer… Und dann wird etwas passieren, das zum Positiven führt 🙂

      • Paul Ick schreibt:

        Ich geb optimistischer Realist ein FULL ACK!
        Die Frage ist nur was kommt positives danach? Wie soll ein neues Rechts/Gesellschaftssytem heißen und wie soll es funktionieren?

  2. dieandereperspektive schreibt:

    Er ist noch nicht abgefahren. Aber der Weg dahin ist noch nicht verbaut, weil sich zu wenige darüber Sorgen machen, aber auch weil es vermeintlich bisher noch keine vertrauenswürdige Organisatuionen gibt, die da auf politischem Wege standhalten können. (Die perfekte Partei müssen wir erst formen, oder?) Es ist jedoch beschämend, wie das Thema ESM in unserem Land diskutiert wird. Keinen interessesierts, selbst diejenigen, die meine Beiträge gelesen hatten, haben sich nicht für die wichtigen Hintergrundinformationen interessiert(nur sehr sehr wenige). Das ist unser Problem und nicht nur hier, auch in Griechenland oder wo auch immer. Alle haben sie eine Meinung und doch keiner weis genau was es ist, selbst wenn es ihm unter die Nase gerieben wird. Es steht nicht in BILD, kommt nicht in der Tagesschau bzw. den Fernsehnachrichten (oder nur vollkommen verstümmelt oder verfälscht) also interessiert es halt nicht. Aber wenn man gegen etwas angeht, das man bereits verloren hat, dann ist es zu spät. Das fängt im Kleinen bereits bei den Zinsgewinnen an. Jeder der sie haben möchte unterstützt ihr System!
    Ich würde mich da nicht auf das „BVG“ verlassen. Dier werden nur Mut haben, wenn die öffentliche Meinung deutlich kippt. Ich vermisse jetzt aber auch unsere „kampferprobten“ ostlichen Landsleute, hoffentlich nicht mehr lange.

  3. DDR3.0 schreibt:

    Auf zur Montagsdemo nach karlsruhe………..

  4. Ashanti schreibt:

    Wichtig ist, den RattenfängerInnen der etablierten Prteine wo es nur geht, Einhalt zu gebieten.

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