Hat sich das System „Wettbewerb“ überholt?

Mit dem freien Markt verhält es sich wie mit den Olympischen Spielen: Der Wettbewerb um Marktanteile und bessere Renditen ist ein Verdrängungsmechanismus. Die „Verdrängten“ nehmen im Laufe dieses Wettlaufes zwangsweise mehr und mehr zu. Auf dem Siegertreppchen können am Ende nur wenige Teilnehmer stehen.

Mit dem Wort „Wettbewerb“ verbanden wir als Kinder eigentlich nur den Sport. Vor allem im Fernsehen ist es bis heute faszinierend, zuzusehen, wenn die Helden gegeneinander antreten, mit dem Wissen, dass es nur einen Sieger geben kann. Die Olympischen Spiele sind dafür sinnbildlich. Die Athleten konkurieren um Medailien, kämpfen gegeneinander um Triumph und Anerkennung. So auch jetzt wieder in London, wo gestern die Spiele eröffnet wurden. Jedoch werden nur wenige der mehr als 11.000 Athleten auf dem Siegertreppchen stehen. Für alle anderen gilt: Nicht so schlimm, dabei sein ist alles. Wenn das doch so einfach wäre. Natürlich hoffen die Athleten auf bessere Sponsorenverträge. Die Sponsoren widerum rechnen mit einer Zuschauerzahl im 7-stelligen Bereich und damit, ihre Marktanteile durch gezielte Werbung ausweiten zu können. Sie selbst stehen auch im Wettbewerb, möchten die Konkurrenten ausschalten, den Markt beherrschen.

Mit dem Wort „Wettbewerb“ verbanden wir als Kinder eigentlich nur den Sport. Vor allem im Fernsehen ist es bis heute faszinierend, zuzusehen, wenn die Helden gegeneinander antreten, mit dem Wissen, dass es nur einen Sieger geben kann. Die Olympischen Spiele sind dafür sinnbildlich. Die Athleten konkurrieren um Medaillen, kämpfen gegeneinander um Triumph und Anerkennung. So auch jetzt wieder in London, wo gestern die Spiele eröffnet wurden. Jedoch werden nur wenige der mehr als 11.000 Athleten auf dem Siegertreppchen stehen. Für alle anderen gilt: Nicht so schlimm, dabei sein ist alles. Wenn das doch so einfach wäre. Natürlich hoffen die Athleten auf bessere Sponsorenverträge. Die Sponsoren wiederum rechnen mit einer Zuschauerzahl im 7-stelligen Bereich und damit, ihre Marktanteile durch gezielte Werbung ausweiten zu können. Sie selbst stehen eben auch im Wettbewerb, möchten die Konkurrenten ausschalten, den Markt beherrschen.

Der Verdrängungswettbewerb, der von den kapitalgebenden Banken unterstützt wurde, spielte sich anfangs nur im oberen Marktsegment ab, zwischen den Großkonzernen. Inzwischen jedoch lernte auch der Mittelstand Quartalszahlen lieben und glich seine Unternehmenspolitik nicht mehr den langfristigen innovativen Zielen, sondern dem kurzfristigen Erfolg an, zu Lasten des Vorteils von Flexibilität und Eigenständigkeit. Wenn Unternehmensberater hinzugezogen werden, um der nun entstandenen Schieflage wieder Herr zu werden, holt man genau die Geister ins Haus, die für die wirtschaftliche Gleichmacherei verantwortlich sind. Eine Abwärtsspirale, die schließlich dazu führt, dass die Konkurrenz das Geschäft oder die Kunden zum Scnäppchenpreis übernimmt. So verschwindet Stück für Stück der Mittelstand. Wenn der Absatzmarkt schließlich von nur noch zwei, drei Unternehmen bedient wird, folgt in den meisten Fällen das Aktiengeschäft. Nun beginnt das ganze Spiel von vorne – nur eben auf konzernebene.

Dieser Wettbewerb produziert ein Vielfaches an Verlierern und nur sehr wenig Gewinner. Dies bekommt auch die noch arbeitende Bevölkerung zu spüren. Die Reallöhne sinken oder bleiben gleich. Es gibt mehr Entlassungen als Neueinstellungen. Arbeitsverträge gibt es nur noch befristet oder man heuert sogar nur als Leiharbeiter an. Dieser Verdrängungswettbewerb befindet sich in seiner finalen Runde. Danach wird der Markt kaputt sein, abgegrast. Die Zinsen für die angehäuften Schulden werden ins Astronomische gestiegen sein. Dann heißt es: Neustart! Wieder in einem Wettbewerb? Ist dieser denn „alternativlos“?

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Eine Antwort zu Hat sich das System „Wettbewerb“ überholt?

  1. dieandereperspektive schreibt:

    Ja, solange man die Alternativen denjenigen überlässt, die nichts anderes im Sinn haben. Denn die Alternativlosen haben das gesamte Spektrum der Medien hinter sich, während die Alrternativen nur gebloggt werden können. Auch das gesamte Kapital gehört den Alternativlosen und diejenigen, die es verleihen sind noch alternativloser. Deshalb müssen jetzt die Alternativen selbst aufgezeigt werden und die Alternativlosen alternativlos behandelt werden.

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