Für die Sicherheit: Währungsreform im Herbst?

Offiziell ist Sommerpause. Aber es gibt einen Grund dafür, dass US-Finanzminister Timothy Geithner gestern nach Sylt flog und das vertrauliche Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Wolfgang Schäuble suchte – auf der Insel Sylt. Absprachen zu Kaviar und Champangner.

Ich mache mich jetzt mal zum Verschwörungstheoretiker: Der Dollar am Boden, der Euro ausgereizt, der Yen … sieht übel aus. Jedes Land, dass sich vom ungezügelten Kapitalismus überzeugen ließ, nicht zu Letzt durch jahrzehntelange Lobby-Arbeit, dass nur durch das freie Kapital Wachstum möglich sei und damit ein Wett-System durchsetzte, dass nur einen Verlierer kennt, den Steuerzahler, den Bürger, Nicht, weil der Steuerzahler eventuelles Vermögen an die, uns als „systemrelevaten“ verkauften, Banken verliert, sondern weil gleichzeitig die Zinsen der Schulden zu einer nicht mehr einzuholenen Summe steigen und er machtlos im Schuldsystem gefangen ist.

Das Spiel ist komplett ausgereizt. Und auch eine weitere Umverteilung durch ESM wäre Makulatur. Abgesehen davon, dass nach meiner Einschätzung das Bundesverfassungsgericht die weitere Abgabe an Souveränität nicht zulassen kann (Entscheidung am 12. September) und höchstens zu einem Referendum rät. Die USA, die EU, Japan – der alte Westen – haben ein Problem: Das meiste Geld, dass gedruckt wurde, ist verteilt und neu gedrucktes fließt nicht mehr (geht nicht an den Mittelstand, sondern wird einfach gebunkert). Es geht nicht mehr weiter. Höchstens in der Not, im Elend, in den Protesten, in der Erkenntnis der breiten Bevölkerung um diesen Betrug.

Das wäre nicht berechenbar. Also, was tun? Neustart. Währungsreform. Lösungen schaffen für ein künstlich erzeugtes Problem: Eine gemeinsame Währung. Und dann sitzen wir alle im selben Boot. Aber das muss vertraulich vorbereitet werden. Klar! Schon aus reiner Verantwortung. Denn: Wir sind ein Planet, ganz toll! United Love! United Money! One World! Wenn das erstmal geschafft ist, müssen die dann das aber ganz doll sichern, ganz doll sichern. Sichern! Für uns natürlich. Klar!

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9 Antworten zu Für die Sicherheit: Währungsreform im Herbst?

  1. Volker Dunkelmeyer schreibt:

    Solange die irren Politzombis am Klimaglauben festhalten, wird sich nichts, gar nichts ändern!

    Der Umgang mit dem Klimaglauben ist für mich inzwischen zu einer Art Maßstab für die Redlichkleit und Kompentenz der Politik geworden. Wie sich diese Versager vor dem Herrn beim Klimaglauben verhalten, genauso machen sie es auch in vielen anderen Bereichen.

    Und was soll eine Währungsreform bringen? Es werden für den Moment vielleicht etwas klarere, übersichtlichere Verhältnisse geschaffen – nach außen. Die Zahlen werden möglicherweise etwas kleiner. Vielleicht wird auch nicht jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben, also kein ESM, EFSF, EFSM, Target-2 usw. usf.

    Im Grunde aber werden die Politgangster so weiter machen wie bisher, weil sie fast alle korrupt und verkommen bis auf die blanken Knochen sind. Die Elite wird andere Wege finden wie bisher auch. Und die waren meist noch effektiver, um uns, die 99 Prozent, beklauen und entrechten zu können. Denn wozu sind Staaten oder andere große Gemeinschaften gebildet worden von den Herrschenden: damit sich ihre Arbeits-„tiere“ selbst verwalten statt das der Edelmann das auch noch tun muss.

    Und auch nach einer Währungsreform wird sich am Geldsystem selbst nichts ändern, da bleibt alles beim Alten, wird eher noch schlimmer: die Banken dürfen schöpfen, erpressen Staaten und Bürger, greifen sich die Sicherheiten, privatisieren, maximieren die Gewinne, lassen die Menschen verrecken.

    Der Besitzer wird Besitzer bleiben, und am Glauben, dass Geld nur gegen physische Sicherheiten erzeugt werden kann, ja fast schon muss, muss man sagen, statt gegen ausschließlich menschliche Leistung, werden wir nicht rütteln im Interesse und zum alleinigen Vorteil derer, die sich inzwischen fast die gesamte Erde mit ihrem Geldmonopol unter den Nagel gerissen haben.

    Allein die Masse realisiert das und die Implikationen nicht, und quatscht dann, um die nächste Stufe der Sklaverei einzuläuten, von einem bedingungslosen Grundeinkommen /BGE) und Teilhabe rum, als wenn es der breiten Masse dann besser ginge und nicht um weitere Lichtjahre schlechter, weil dann alles, wirklich alles privatisiert sein wird. Wie das aussieht, mögen PPP-Verträge zeigen. Man sehe sich nur die vielen Videos an, wo dann die Protagonisten die ahnungslosen Nullchecker versuchen hinters Licht zu führen mit Aussagen wie „Wäre es nicht schön, das zu machen, was einem Spaß macht und vielleicht mal nur 1 Stunde am Tag arbeiten, denn man hat ja das BGE…“ Tri Tra Trallala. Ich meine, wann gab es hier mal etwas umsonst?

    Nein, ich denke inzwischen, die Menschheit wird sich selbst eher ausrotten als begreifen, dass es ohne eine Änderung dieses Geldsystems nicht geht, die aber eigentlich nichts anderes repräsentiert als Leben mit einander und für einander statt gegeneinander, und dass es auch ohne Profit geht und noch viel besser geht. Allerdings nicht, und das ist das Entscheidende wahrscheinlicht, nicht für die 1 Prozent! Die hätten dann möglicherweise keine Yacht mehr für 300 Millionen und ähnliche Spielzeuge.

    Leistungsgedecktes Geld (LGG) – oder Ausrottung der Menschheit, so einfach ist das.

    Mehr zu LGG bei Politikprofiler.blogspot.com

    Noch einmal um besseren Verständnis: LGG meint nicht Leistung als Basis für das Profitdenken. Das haben wir schon, und das wird bei einem BGE noch viel extremer und perversere Formen annehmen. LGG meint menschliche Leistung als Sicherheit für die Geldenstehung. Bitte mal durchdenken.

  2. Goldständer schreibt:

    Währungsreform fällt aus! Das Problem wird über die „Energie“ einfach weggewuchert. Wir alle zahlen dafür Hier die Hintergründe: http://goldstaender.wordpress.com/2012/05/19/spirituelles-benzin-neuer-treibstoff-fur-europa/

  3. EuroTanic schreibt:

    Es bleibt noch der „globale Krieg“ als Lösung. Immer wenn es nicht mehr weitergeht fangen die kriminellen Psychopathen in Regierung und Wirtschaft einen Krieg an.

    • binchen schreibt:

      Das sehe ich genauso und wenn ich mir das säbelrasseln vor dem iran angucke, dann weiß ich auch wo der enzian blüht. Hoffe, ich irre mich.

  4. Stefan Wehmeier schreibt:

    Nochmal zum Mitschreiben für die ganz Doofen: Aus einer allgemeinen Krise kommt man nicht durch eine Währungsreform, sondern klassischerweise durch einen Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß anzuheben) mit anschließender Währungsreform. Nur dafür hat der „liebe Gott“ den Krieg erfunden, nicht ohne vorher eine Warnung auszusprechen,…

    (Genesis 2,15-17) Und Gott der HERR nahm den Menschen (freier Unternehmer) und setzte ihn in den Garten Eden (freie Marktwirtschaft), dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der HERR (künstlicher Archetyp Jahwe = Investor) gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen (Gewinn bringende Unternehmungen) im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen (Zinsgeld-Verleih) sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes (in religiöser Verblendung) sterben (Rückfall in die Barbarei).

    …damit die hoffentlich eines Jüngsten Tages etwas weniger Doofen begreifen, wie man auch ohne Krieg aus der allgemeinen Krise kommt:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/07/der-zins-mythos-und-wahrheit.html

  5. dieandereperspektive schreibt:

    Ich denke dieser Link beschreibt es treffender
    http://www.berndsenf.de/ZinssystemUndStaatsbankrott.htm
    aber das Ende ist dassalbe. Nur die Mega-Reichen können von dieser Entwicklung profitieren, weil sie in der Lage sind, die Verköufe aufzukaufen. Damit wird dann eine Privatisierungskonzentration ermöglicht, die wiederum zu mehr Einfluss und Macht in der Politik missbraucht werden kann. Es ist also ein Teufelskreis, wenn man ihn nicht durchbricht

  6. Stefan Wehmeier schreibt:

    „Ich denke dieser Link beschreibt…“

    Wenn kleine Dummschwätzer wie Andreas Popp oder Bernd Senf möglicherweise ein etwas größeres Publikum ansprechen konnten, als das bis jetzt bei mir der Fall war, so liegt das nicht daran, dass Popp oder Senf schon ein paar Kleinigkeiten verstanden haben, sondern an ihren zahlreichen Denkfehlern, mit denen sie sich an die naiven Vorurteile und vorgefassten Meinungen ihres jeweiligen Publikums anzupassen versuchen. Dem Publikum gefallen die populistischen Denkfehler („Geldschöpfung der Geschäftsbanken“, etc.), die Popp oder Senf verbreiten, weniger ihre Halbwahrheiten und noch weniger die ganz wenigen Restwahrheiten, die diese Patienten jeweils glauben sagen zu dürfen, ohne allzusehr „anzuecken“.

    Kleine Dummschwätzer, die einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben und nicht, wie die „etablierten“ Ökonomen, total verblödet sind, sind für mich lediglich nützlich, um anhand ihrer bereits von Ihnen selbst einigermaßen auf den Punkt gebrachten, zentralen Denkfehler meinem Publikum die wirklichen Zusammenhänge zu erklären. Denn das Geschwätz gewählter „Spitzenpolitiker“ und „etablierter“ Ökonomen ist in der Regel dermaßen irrational, dass es sich jeder sinnvollen Kritik entzieht. Insofern haben also auch kleine Dummschwätzer wie Popp oder Senf ihre Existenzberechtigung:

    http://www.deweles.de/files/nebel_im_senf.pdf

    Dennoch wäre es wünschenswert, wenn sie sich weiterentwickeln und ihre jeweiligen Denkfehler Schritt für Schritt eliminieren könnten, ohne dabei ihr Publikum zu verlieren (indem sie klarer, logischer und umfassender argumentieren), anstatt, wie sie es tun, sich wieder zurückzuentwickeln, um einem möglichst „breiten Publikum“ zu „gefallen“.

    Stefan Wehmeier
    http://www.deweles.de

  7. dieandereperspektive schreibt:

    Herr Wehmaier, Ihre Kritik in Ehren, sie trifft den Nagel auf den Punkt, beschwört aber auch gleichzeitig die Revolution herauf. Daher halte ich solche Kritik in dieser Stelle, wenn auch berechtigt, für destruktiv. In einer Zeit, in der vielleicht 10% der Bevölkerung das Geldsystem an und für sich begreifen, sollte man mit den unterschiedlichsten Fürstreiter gegen diese Finanzmafia etwas subtiler umgehen. Dazu gehört zuerst einmal in der Sache gemeinsam zu agieren und dann im Detail den richtigen Weg zu finden. Heute ist es erst einmal wichtig, die Lage so zu erklären, dass das derzeitige Finanzsystem schädlich für das Volk ist, also als Gefahr erkannt und verbannt wird. Daher wäre ich glücklicher darüber, wenn sie die wesentlichen Punkte herausgearbeitet hätten, ohne Zitat: „Zusammengefasst lässt sich das makroökonomische Begriffsvermögen von Bernd Senf ungefähr mit dem eines 10-jährigen Kindes vergleichen, …“ gleich ausfallend und überheblich zu werden. Mir kommt das so vor, als würde man einem römischen Statthalter erklären wollen, das Autofahren die bequemere Art zu reisen sei.
    Dies, obwohl ich das Beschriebene als elementar betrachte, aber wie die Forderung nach Gleichberechtigung in einer Pavian-Familie halte.

  8. Stefan Wehmeier schreibt:

    „In einer Zeit, in der vielleicht 10% der Bevölkerung das Geldsystem an und für sich begreifen,…“

    Es sind weit weniger als 1 Promille – und das hat nichts mit der Intelligenz zu tun, sondern mit der Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern):

    3 Verwandlungen

    „…ausfallend und überheblich…“

    Nein, nur deutlich und präzise. Denn schon ein 12-jähriges Kind versteht, dass eine „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“ nicht existiert:

    Realität oder Theorie

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