Nach Libyen jetzt Syrien: die CIA gestaltet den Aufstand

Einige Zeitungen berichteten gestern darüber, dass die CIA schon seit langem die „Rebellen“ in Syrien unterstützt – mit der Genehmigung von Barack Obama. Dies war abseits vom Mainstream allerdingst schon länger bekannt, ebenso die fast untergehende Information, dass die CIA auch bei der „Befreiung“ von Libyen kräftig mitmischte. 

Wer sich mit der Geschichte von Al Quaida beschäftigt, staunt nicht schlecht darüber, dass die Terrorgruppe von der CIA aufgebaut wurde. Damals im Afghanistankrieg (1979 – 1989) wurden die Befreiungskrieger aus allen möglichen arabischen Ländern rekrutiert, um die Angreifer aus der Sowjetunion im Häuserkampf und in den Bergen zu zermürben – bis sie schließlich abzogen – das war die Geburtsstunde der Taliban.

Von da an funktioniert das Netzwerk Al Quaida (Übersetzt „Die Liste“) hervorragend, um Konflikte in gewünschten Ländern eskalieren zu lassen – z.B. im damaligen Jugoslawien oder auch aktuell in Syrien. Geld, Training, Waffen – und hinterher am besten die Kontrolle. Mit der Kontrolle jedoch haben die USA aber ihre Probleme, da sich die Rebellen nach einem Sieg weniger um die USA scherren, als viel mehr darum, ihren Glaubensstaat errichten zu wollen – und sich dabei meistens noch in verschiedene Volksgruppen unterteilen, die sich bekämpfen. Obgleich, wenn man bei der Selbstzermürbung als lachender Dritter einfach nur abwarten will, dann ist auch dies keine schlechte Strategie der USA.

Und in Libyen hat die CIA die Rebellen nach dem gleichen Muster unterstützt, wie aufmerksame Zeitungsleser nun lesen dürfen. Ein alter Hut zwar, aber immerhin: Nun sollte sich auch der Mainstreamleser fragen, wieso er damals nichts davon erfahren hat?

Bevor der eigentliche Krieg anfängt, wird dieser über die Medien erst einmal vorbereitet. Ein Propagandakrieg! Das sehen wir nun auch in den widersprüchlichen Nachrichten aus Syrien. Wenn in den Nachrichten Zivilisten interviewt werden, sprechen diese von „Terroristen“, die mordend durch die Straßen ziehen. Schnell korrigiert der Reporter vom ZDF: „Sie meint natürlich die Rebellen“. Oder da wird beim „Kurier“ einfach mal ein Bild gefälscht, welches angeblich eine zerstörte Häuserfront von Aleppo zeigt, davor ein Paar mit Kind im Arm, das fliehen würde – alles falsch, alles gelogen, alles nur deshalb, weil es die gewünschten Bilder eben nicht gibt. Der Kampf in Aleppo betrifft nur wenige Viertel, in der sich die eingekesselten Terroristen (von denen die wenigsten Syrier sind) verteidigen. In anderen Vierteln gehen die Zivilisten weiter in Restaurants essen oder sonnen sich einfach in einer der Parkanlagen, wie ein Journalist der Süddeutschen Zeitung gestern in den ARD Tagesthemen freimütig berichtete. Aber da wird sich die CIA schon etwas einfallen lassen, die sind ja geübt.

Was auch immer wieder verwundert, sobald irgendwo von einer revolutionären Bewegung berichtet wird: Den Anfang macht oft die Bloggerszene (welche im Fall Ägypten teilweise nachweislich in den USA geschult wurde). Wenn die Blogger interviewt werden, sieht man zu 90 Prozent immer nur ein bestimmtes Computer-Modell: das luxuriöse Apple MacBook Pro. Zufall?

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2 Antworten zu Nach Libyen jetzt Syrien: die CIA gestaltet den Aufstand

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