Große Demonstration gegen den ESM in Karlsruhe

Über 1.500 Menschen versammelten sich heute in Karlsruhe, um gegen den ESM zu demonstrieren. Unter dem Motto „Stoppt ESM! JA zum Grundgesetz und JA zur direkten Demokratie!“ rief ein breites Bündnis die Richter in Karlsruhe dazu auf, dem ESM nicht zuzustimmen.

Hinter dem Rednerpult ging es teilweise hoch emotional zu: „Man interveniert nicht in anderen Staaten – nicht mit Bomben, nicht mit Bänkern!“ rief Daniel Neun von Radio Utopie. Sehr viel nüchterner gab sich Volker Schäfer, Mitglied im Bundesvorstand der pdv, der seine Rede mit einem Zitat von Henry Ford begann: „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, wir hätten wir eine Revolution, noch vor morgen früh.“ Jens Blecker von iknews spielte Zitate von Kanzlerin Merkel und Wolfgang Schäuble vor, um die Gefährdung unserer Demokratie zu unterstreichen. Mahnend zu Wort meldeten sich des weiteren Beatrix von Storch, Zivile Koalition, Stephan Werhahn, Enkel von Konrad Adenauer, Partei Freie Wähler, Johannes Hüdepohl, Vorsitzender Bündnis Bürgerwille und Adrian Richling, Unternehmer und Musikproduzent. Musikalisch wusste Gary White die Stimmung oben zu halten. Zudem rappte KilezMore aus Wien die Bühne.

Zu sehen und zu hören sind die Reden auf der Website von cams21.

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12 Antworten zu Große Demonstration gegen den ESM in Karlsruhe

  1. Peter H. Grunwald schreibt:

    Wer immer den Bericht verfasst hat, er konnte entweder nicht zählen.oder er hat sich beim Schreiben um eine Null vertan. Ich war heute in Karlsruhe. Aus meiner Sicht waren es 150 bis 300 Menschen.

  2. Pingback: Thinktankjunk » EZB handelt innerhalb ihres Mandats

  3. rundertischdgf schreibt:

    Nicht locker lassen. Abgeordnete, die dem ESM zustimmten, werden bereits sehr nervös. Es rührt sich wohl das schlechte Gewissen!

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/09/07/unsere-volksvertreter-wollen-nicht-mit-offentlichen-fragen-zum-esm-belastigt-werden/

  4. andre schreibt:

    ich war auch da und ich schätze auf 1000 aber das sind immer noch mehr als die 400 die , die Zeitungen sagen

  5. Pingback: Anonymous

  6. dw-seneca schreibt:

    Ich war auch dort und ich mußte leider feststellen, daß diese Veranstaltung enttäuschend war. Die Reden waren nur schlecht zu verstehen (Megaphon), teils auch deswegen, weil die Vortragenden wohl wenig Erfahrung damit haben (bspw. zu schnell gesprochen haben).
    Außenstehende, die keine Ahnung haben, welche essentiell wichtige Weichen mit der Eu-Politiik der Bundesregierung gestellt werden, sprachen von „Verrückten“, von „Idioten“.

    Fazit: Nur eine Minderheit in Deutschland versteht, was vor sich geht. Unsere MSM, allen voran der ÖR, haben es vorzüglich verstanden, die Bürgermeinung zu manipulieren. Die wenigen großen Verlage befinden sich in der Hand von Menschen, denen die Zerstörung der politischen und gesellschaftlichen Kultur in Europa am Herzen liegt, und die auf die Etablierung einer diktatorischen EUdSSR hinarbeiten.

    Der honorige Kampf einiger weniger, so wie er momentan geführt wird, ist der Kampf Don Quichottes gegen Windmühlenflügel. Das hat auch viel damit zu tun, daß die informierten Bürger vor allem dem Kreis der Leistungsträger und Nettozahlern angehören, die für Demos gar keine Zeit aufbringen können. Die Nettostaatsprofiteure dagegen müssen schon aus Eigeninteresse für eine Schuldenexpolosion stehen.

    Das BVerG wird den ESM vermutlich durchwinken, weil es Politiker sind, die die roten Roben tragen.

    So scheint es mir nur zwei Möglichkeiten zu geben:
    1. Wir versuchen, den finalen Crash zeitlich zu beschleunigen, und entwickeln Lösungen für die Zeit danach, die definitiv kein fiat money beinhalten sollten. Auch müßte eine Demokratie mit einem allgemein gültigen Wahlrecht zwingend direktdemokratische Elemente wie in der Schweiz enthalten, denn ohne diese entwickelt sich jede Demokratie zu einer Dikatatur der Nettostaatsprofiteure (Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen).
    2. Es finden sich Finanzgeber, die auf der politischen Ebene eine Alternative generieren. Das kann aber nur funktionieren, wenn gänzlich andere Wege bei der Werbung und Bekanntmachung einer politischen Partei gefunden und beschritten werden. Ansonsten wäre das nur wieder mal ein Kampf David gegen Goliath, wobei die MSM Goliath lautstark unterstützen und David als Kretin diskreditieren.

  7. Pingback: Zeiten des Wandels: eine Sammlung von Links auf dem Weg in ein neues Zeitalter – September 2012 « architektur, umwelt + bewusstsein Irmgard Brottrager

  8. dieandereperspektive schreibt:

    ich denke es liegt nicht nur daran, sondern auch auf welche Leute die Masse der Leute gelernt hat zu hören. Wie bereits messerschsrf erkannt wurde, handelt es sich bei den Akteuren nicht um Profis, die sich medial gekonnt in Szene setzen, sondern nur Fakten verbreiten, bzw. neue Sichtweisen eröffnen. Der verwöhnte Bürger muß sich also schon dafür interessieren und kann diese Leute dort auf dem Podium nicht mühelos verstehen, weder akustisch noch argumentativ, wenn er das Thema nicht schon vorher kennt. Ergo er schaut kurz zu, und weil er es für ein Spektakel hält geht er weiter.
    Fragen sie doch mal jeden einzelnen Bürger, ob er den Inhalt des ESM-Gesetzes kennt. Das ist das eigentliche Problem, und das ist sehr viel grösser. Wenn dann dazu noch die Meinung vertreten wird, da kann man eh nichts machen, dann beginnen die Zweifel, ob diese Demokratiezerstörer eigentlich nur die Situation ausnutzen, also im Grunde genommen nur das tun, was ihnen großzügig angeboten wird. Zu machen was man will. Ich erlebe mein Umfeld genau in dieser profanen Weise.

  9. RA Christoph Grimm schreibt:

    Auch ich war zugegen und schätze die Zahl der Demonstranten auf 700 bis 800. Viele Passanten sind allerdings stehengeblieben und haben den Rednern zugehört. Zeitweilig waren deshalb m.E. ca. 1.000 Menschen versammelt. Mein Bericht hier: http://eurodaemmerung.wordpress.com
    MfG C.G.

    • dieandereperspektive schreibt:

      Schon damals(1933) haben die Namen nicht wiedergegeben, was da verbrochen wurde
      http://www.documentarchiv.de/ns/schutz-dt-vlk.html
      Das Volk hat damals gejubelt und heute hat es nur das Jubeln vergessen. Keiner hat zu dieser Zeit wissen wollen, was damit vom Zaun gebrochen wurde und genau wie heute wurden die Kritiker systematisch mundtot gemacht. Wo ist da jetzt der Unterschied?
      Wählen ist ab dem 12.9.2012 überflüssig geworden. Die Europawahl muß man boykottieren und lediglich zum Anlass nehmen, die Missstände aufzuzeigen.

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