Totgeschwiegen: Heute ist der 10. Welttag gegen die Todesstrafe

Durch Zufall stieß ich auf die Nachricht, dass der heutige 10. Oktober zum Welttag der Todesstrafe ausgerufen wurde. In den deutschen Nachrichten wurde bisher nichst darüber berichtet.

Das schweizer Portal des schweizer  Magazins „Blick“ berichtet heute:

„Bundesrat Didier Burkhalter und die Aussenminister der fünf Nachbarländer der Schweiz haben aus Anlass des 10. Welttags gegen die Todesstrafe den Willen bekräftigt, sich für deren Abschaffung einzusetzen.“

und:

„In rund 50 Ländern wird heute die Todesstrafe noch angewandt. Über 130 Staaten haben sie abgeschafft oder ein Moratorium beschlossen. Diese Zahl sei ermutigend, schrieb das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Mittwoch. Sie beweise, dass die bisherigen Initiativen und Bemühungen Früchte tragen.“

In den etablierten deutschen Medien (über Google-Suche) ist wirklich nichts darüber zu finden (Stand 17:16 Uhr). Ist der Grund vielleicht darin zu finden, dass der auch von Deutschland unterschriebene Lissabon-Vertrag die Tötung von Bürgern (z.B. bei schweren Unruhen) erlaubt?

Eine weitere Recherche ergibt, dass auch Guido Westerwelle zu den Aussenministern gehört, die einen gemeinsamen Aufruf zur Abschaffung der Todestrafe unterzeichnet haben.

Dieser Beitrag wurde unter Kontra.e veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Totgeschwiegen: Heute ist der 10. Welttag gegen die Todesstrafe

  1. Niedersachse schreibt:

    Grausam ists, den Fallenden zu drängen (Heinrich VIII., Shakespeare)

    Stalin sagte so oder so ähnlich: Wenn ein Mensch stirbt, ist das traurig. Wenn eine Million sterben, Statistik.

    Jean Ziegler: Weil die neoliberale Wahnidee bis in die sozialdemokratisch regierten Staaten vorgedrungen ist. Die Globalisierung hat jetzt 21 Jahre gedauert, die Ultraliberalisierung des Kapitalverkehrs ist durch die Technik verschärft worden, die Produktionskräfte haben sich gesteigert …

    Jean Ziegler sagt hier, die Golablisierung sei 21 Jahre alt und damit indirekt, daß der Vertrag von Maastricht die Initialzündung war. – Helmut Kohl hat sein Leben lang für die Pharma-Industrie gearbeitet. Und man kann sich an fünf Fingern ausrechnen, daß es hier auf dasselbe hinausläuft wie in den USA, daß nämlich Monsanto die USA okkupiert hat (Darüber gab’s einen langen Arte-Bericht).

    http://phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/429251

    Tatsächlich bewirkt die Globalisierung eine globale wirtschaftliche Verkrustung und Kartellbildung. Beispielhaft sind die „Empfehlungen“ der EZB (Industrie sollte Löhne senken) und des IWF, die nichts anderes verursachen, als ein Aufschaukeln der Problematiken, wie wenn alle Passagiere auf Kommando immer von Steuerbord nach Backbord liefen und damit das Schiff zum Kentern bringen.
    Kartellbildung st auch daran zu erkenne, wenn alle Medien samt den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendern als Testberecht verpackte Schleichwerbung in die Headline bringen (iPhone 5). Das verschärft die Wettbewerbsverzerrung bis hin zur Monsterwelle, die im Tal eine unglaublichen Sog entwickelt und alle kleinen und mittelständischen Betriebe in sich hineinreißt, bis sie zum Brecher wird und selber stirbt.

    http://derstandard.at/1348284112886/Jean-Ziegler-Jedes-Kind-das-verhungert-ist-ermordet-worden

    http://detroit.cbslocal.com/2012/10/06/enter-at-your-own-risk-police-union-says-war-like-detroit-is-unsafe-for-visitors/

    Jede Übertreibung schlägt auf dem Gipfel in sein Gegenteil um.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s