45-Fieber: Nach übersetzten Schriften muss „Das Trojanische Pferd“ neu erzählt werden

Der Sage vom Trojanischen Pferd muss ein entscheidender Teil hinzugefügt werden. Kürzlich gefundende Schriften liefern eine mögliche Antwort auf die Frage, die Experten seit jeher beschäftigt: Wieso wurde das geschenkte Pferd der Griechen von den Trojanern nicht genau untersucht? Nach den neuen Schriften scheint die Antwort gefunden: Ablenkung.

Bisher bekannt ist Folgendes: Nachdem die Griechen im zehnten Jahr der Belagerung Trojas scheinbar aufgaben und abzogen, schleppten die Trojaner das von den Griechen dargelassene Holzpferd  in ihre von unüberwindbaren Mauern umgebene Stadt. In diesem Pferd versteckten sich Soldaten, die in der folgenden Nacht aus dem Pferd herauskrochen und das Stadttor von Troja öffneten. Die inzwischen heimlich zurückgekehrten griechischen Krieger konnten nun in die Stadt eindringen und sie erobern.

Da die mir hier nun vorliegenden Schriften aus dem Altgriechischem stammen, habe ich mir die Mühe gemacht, diese ins Deutsche zu übersetzen und zitiere hier die wichtigsten Stellen:

Nachdem das Holzpferd vor dem Tempel der Athene in Troja aufgestellt wurde, gab es plötzlich Unruhe auf dem Marktplatz der Stadt. Ein Jüngling mit blondem Schpfe stellte sich auf einen Stapel Kisten und rief laut:

„Volk von Troja! Ich bin hier um euch zu warnen. Ich war Teil der griechischen Armee und was ich sah, war ein Plan von List und Tücke. So hinterhältig, dass die Götter sich erzürnen müssen und ich nicht zu deren Widersacher zählen möchte. Der Zorn des Zeus möge mich verschonen, in dem ich euch von der List gegen euch erzähle: Das Holzpferd in eurer Stadt ist voller Krieger, die des Nachts die Tore öffnen wollen.“

Das Gemurmel und die Aufregung war groß. Der Hauptmann von Troja kam hinzu und ergriff laut das Wort: „Das sind kühne Behauptungen, junger Grieche! Wie ruft man dich?“  Der junge Mann hob sein Haupt und antwortete: „Johnny Be Good, so nennt mein Vater mich“. Das Volk jubelte, es freute sich über den Mut des Mannes, der für Troja sein eigenes Volk verriet. „Johnny Be Good, du siehst mager aus. Wann hast du das letzte Mal gegessen?“, fragte der Hauptmann. Johnny tat kund, dass sein letzte Mahlzeit schon mehrere Stunden zurückliege. Die Trojaner waren ganz außer sich. Sie brachten ihm sobald Pizza und Pepsi und wollten nun genau wissen, wie er denn nach Troja gelangt sei und wie er denn nun seine Zukunft verbringen möchte. Johnny, der Grieche, war die Rührung anzusehen. Seine Augen leuchteten und er plauderte viele Stunden über seine Reise, über die Griechen, seine Mahlzeiten, seine Pläne – und auch ein bisschen über das Holzpferd. Aber vor allem darüber, dass er noch viel viel mehr zu erzählen habe.

So vergingen die Stunden, die Nacht brach herein. Und plötzlich waren überall Griechen. Der Mond leuchtete über die griechischen Schwerter, getränkt mit trojanischem Blut.

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