Neue Geldscheine kommen mit hohem Werbe-Aufwand

Gestern veröffentlichte die Website horizont.net eine Meldung, wonach die EZB sich für eine Agentur entschieden hat, die die Einführung der neuen Euro-Scheine und -Münzen begleiten soll. Die Entscheidung fiel demnach nach eines der größten öffentlichen Pitches (Wettbewerbe) der lezten Jahre.

Am Ende soll sich die Agentur Euro RSGG durchgesetzt haben. Eine direkte Bestätigung soll es bisher jedoch nicht gegeben haben. Bei horizont.net heißt es:

„Das Thema ist heikel. In einer Zeit, in der sich ganz Europa Sorgen um die Zukunft des Euro macht, will man nicht über die Einführung neuer Banknoten und Münzen sprechen – und schon gar nicht über Werbung dafür.“

Heikel ist vor allem die Frage, warum ein so großes Marketing-Budgets nötig ist, um neue Euro-Geldscheine und -Münzen einzuführen. Laut horizont.net geht es in den Kommunikationsmaßnahmen um die neuen Sicherheitsmerkmale, die die Scheine aufweisen werden. Dies hatte gestern auch handelsblatt.de berichtet:

„Die Europäische Zentralbank (EZB) wird im kommenden Jahr optisch leicht veränderte Euro-Banknoten herausgeben, die noch fälschungssicherer sein sollen. Das erfuhr Reuters am Mittwoch in europäischen Notenbankkreisen.“

Interessanter Weise wird der Leser im selben Artikel darüber informiert, dass Blüten eher selten seien. Den Vertrag mit der Kommunikations-Agentur will die EZB für fünf Jahre abschließen, mit der Option für zwei weitere Jahre. Es darf zumindest gefragt werden, warum mitten in der Finanz-Krise ein schätzungweise dreistelliger Millionenbetrag nur dafür ausgegeben wird, um gegebüber der Öffentlichkeit die neuen Sicherheitsmerkmale zu kommunizieren.

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3 Antworten zu Neue Geldscheine kommen mit hohem Werbe-Aufwand

  1. dieandereperspektive schreibt:

    Weil es einfach mehr Spass macht fremdes Geld auszugeben, als das eigene. (Da wird wohl noch was anderes ausgebrütet)

  2. Nachdenklich schreibt:

    Die Antwort findet sich einen Artikel weiter, da Ganze ist Teil der selben Werbekampane „Ich bin Europäer“. Sicher mehr als nur Zufall.

  3. arnarscho schreibt:

    Die bereiten sich auf den Grexit vor, denn spätestens, wenn Griechenland aus dem Euro austritt, brauchen wir neue Banknoten, weil auf den jetzigen noch der griechische Schriftzug zu finden ist.

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